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Projekte 2020/21

Neue Angebote machen

Entwicklung vorantreiben

Interne Prozesse führen und finanzieren

Womit beschäftigen sich die Mürwiker?

Neue Angebote

Wohnen

  • Die neuen Wohnstätten im Treeneweg 10 in Flensburg und im Dammacker in Schafflund werden im Jahr 2021 in Betrieb gehen. Die bisherige Wohnstätte Treeneweg 10a wird abgerissen und neu errichtet. 
  • Die (Gemeinschafts-)Wohnangebote werden weiterentwickelt und „ambulantisiert“, so dass parallel ehemals „stationäre“ Plätze reduziert werden: Der Umfang der Betreuungsleistungen für die Menschen, die aus dem bisher als stationär geführten Betreuungssetting in eine intensivere ambulante Betreuung wechseln, ist entsprechend so hoch. Umsetzen werden wir dies in Handewitt, in Flensburg und in Niebüll.
  • Ein neues Wohnangebot in Handewitt (als Ersatz für die Wohnstätte in Dollerup) wird zum 01.10.2021 bezogen werden. Das bisherige Gemeinschaftswohnen wird in eine Wohnprojektstruktur mit Nachtbereitschaft überführt.
  • Die Wohn- und Arbeitsangebote der Mürwiker in Flensburg und in Niebüll werden in den nächsten Jahren durch bauliche Modernisierung der Häuser und durch Anpassung der Infrastruktur an die Nachfrage restrukturiert.
  • Dem Mangel an Wohnraum für Menschen mit Behinderung, die einer Pflegeinfrastruktur bedürfen, werden wir mit entsprechenden neuen Angeboten gerecht. Die Wohnformen werden an die Assistenz- und Pflegebedarfe angepasst und sozialräumlich ausgestaltet.
  • Dabei müssen folgende Fragen beantwortet werden: Welche Bedarfe haben unsere Bewohner*innen in der Zukunft – bieten wir das Passende an? Müssen wir ggf. über Kooperationen Neues schaffen? Wie wird in Zukunft die Pflege in der Eingliederungshilfe organisiert?
  • Der Treffpunkt aus der Gartenstraße wird in neue Räume ziehen. Ein dritter Treffpunkt wird an einem anderen Ort in Flensburg geplant, um das Betreuungsangebot zu unterstützen und zu komplettieren.
  • Der Umstellungsprozess der Trennung von Fachleistung und Grundleistung im Bereich Wohnen wird weiter begleitet. Wir bieten den Bewohner*innen und ihren rechtlichen Betreuer*innen Unterstützung an.
  • Dies wird mit Hilfe einer Persönliche Zukunftsplanung (PZP) erreicht, bei der folgende Fragen beantwortet werden: „Was wollen Menschen mit Behinderung künftig? Wie entwerfen sie sich selbst?“ Bewohner*innen haben einen Plan für ihr Leben und wissen, wie sie es gestalten wollen.
  • Wir entwickeln Ideen und Konzepte zum Einsatz: Ziel für den Wohnbereich der Mürwiker wird es sein, einen möglichst hohen Anteil qualifizierter Fachleistung anzubieten.
  • Die Tagesbetreuung Wohnen in Flensburg wird in Betrieb genommen werden.
  • Hier wird in der Weiterentwicklung eine inklusive Tagesstätte in Flensburg (mit der Verknüpfung von Pflege und EGH) entstehen.
  • Wir setzen das Wohnangebot für Menschen mit Autismus um.
  • Die Beratung der Menschen mit geistiger Behinderung bezüglich ihrer Erziehungsfragen und kindgerechter Themen sind abzudecken. Hierzu soll eine Kopplung des derzeitigen SGB VIII und SGB IX stattfinden. Wir entwickeln Ideen und Konzepte.
  • Wir werden statt Fachleistungsstunden in den ambulanten Wohnangeboten zukünftig nach Tagessätzen eingebunden in ein Assistenzstufenmodell unsere Leistungen erbringen. Unsere Stützpunkte werden dabei eingebunden, um Gruppenangebote als Bestandteil dieses Angebotes zu realisieren.
  • Ein neues erweitertes (die Pflege berücksichtigendes) Assistenzstufenmodell auch für Munkbrarup und Niebüll soll abgeschlossen und umgesetzt werden: Der Gleichrang zwischen den Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflegeversicherung sowie das Lebenslagenmodell zwischen Hilfe zur Pflege (Eingliederungshilfe umfasst auch Hilfe zur Pflege!) und der Eingliederungshilfe und schließlich die Sonderregelung bei Pflegeversicherungsleistungen in Gemeinschaftswohnformen der Eingliederungshilfe müssen beachtet werden. So werden im Ergebnis die Pflegeleistungen in den zukünftigen Sonderwohnformen mit den Trägern der Eingliederungshilfe zusätzlich zu verhandeln sein.

Arbeiten

  • Das Angebots in Dollerup (Holz und Landwirtschaft) als Werkstatt wird zusammen mit dem Angebot der Beruflichen Bildung in der Westerallee 155 in Flensburg in den Neubau in der Raiffeisenstraße 8b einziehen. Uns fehlen Räume für Verwaltung, Schulung, Selbstvertretung und Besprechung:
    Es werden Räume für die Funktionen Prüfung, Selbstvertretung, Verwaltung und Schulung eingeplant, um so der Raumnot begegnen zu können und angemessene Arbeitsbedingungen zu schaffen.
  • Wir sind der inklusive Anbieter! Wir sind nicht bekannt als der inklusive Anbieter, sondern als Verhinderer – Wir starten eine Imagekampagne Inklusives Arbeiten und inklusive Bildung bei den Mürwikern unter Beteiligung unserer Tochterunternehmen (Inklusionsbetriebe, Integrationsfachdienste).
  • Wir erhalten für durchschnittlich 720 Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze in Niebüll, Flensburg und Harrislee. Sie sollen vor dem Hintergrund ihres individuellen Potentials maximalen Verdienst erhalten, ohne den Rehabilitationsprozess außer Acht zu lassen.
  • Wir erarbeiten eine neue Vergütungsordnung für Mitarbeiter*innen.
  • Löhne der Mitarbeiter*innen sollen Mindestlohnniveau erreichen: Höhe der Löhne der Mitarbeiter*innen: gesetzlich vorgeschriebene Anpassung der Grundbeträge lassen die Steigerungsbeträge sinken:
  • Dabei halten wir folgende Ziele im Auge:
    8 Mitarbeiter*innen schaffen pro Jahr den Übergang in ein Beschäftigungsverhältnis oder in das Budget für Arbeit, dabei wollen wir gleichzeitig 5 zusätzliche Außenarbeitsplätze pro Jahr entstehen lassen. Die Kooperation mit dem Integrationsfachdienst bei der Vermittlung ist dabei notwendig.
  • Der Werkstattrat wird im Rahmen seiner Interessenvertretung für die Mitarbeiter*innen selbst formulierte Ziele haben.

Umsetzung der 3. Stufe des Bundesteilhabegesetzes (SGB IX)

Das neue SGB IX fordert es: Für alle Leistungsangebote von Werkstatt, Gemeinschaftswohnen, Begleitung im eigenen Wohnraum bis hin zu Tagesstätten und Tagesförderstätte müssen und werden wir bis zum 31.12.2021 neue Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen abschließen. Dabei werden wir Konzepte und Leistungsbeschreibungen von Grund auf überarbeiten. Folge ist, dass auch alle Werkstattverträge, Wohn- und Betreuungsverträge neu erarbeitet werden müssen.

Wir stehen ab Januar 2021 in Verhandlungen mit allen relevanten und zuständigen Leistungsträgern, um den Wandel der gesetzlichen Grundlagen umzusetzen und die Hilfen für Menschen mit Behinderung sicher zu stellen.

Durch die Trennung von Fachleistung und existenzsichernder Leistung entsteht ein großer bürokratischer Mehraufwand für unsere Verwaltung, der personalseitig wie organisatorisch abgedeckt werden muss. Die gesamte Dienstleistung wird „zerpflückt“, hat ihre rechtlichen Ansprüche in unterschiedlichen Gesetzen und muss als komplexer Prozess bei der*m Bewohner*in ankommen.

Das Angebot der Tagesförderstätten für die Menschen, die nicht mehr in der WfbM arbeiten können, bleibt erhalten: Es gibt bundesweite Bestrebungen, diese Normierung für Tagesförderstätten als Abgrenzung zur Arbeit in den Werkstätten aus dem Gesetz zu streichen. Die daraus resultierende Diskussion wird auf jeden Fall deutlich machen, dass es solche Angebote entweder wie heute als Tagesförderstätte oder als zusätzliches Angebot der Werkstatt (als Förder- und Betreuungsbereich) oder Arbeitsfördergruppen einfach geben muss. Das Kriterium „wirtschaftlich verwertbare Arbeit“ wird dabei mit der sozialen Absicherung und der Lohnzahlung für Menschen, die auf dieses Angebot angewiesen sind, verknüpft sein.

Das Angebot muss dabei für „schwächere“ Teilnehmer*innen ausgerichtet bleiben, die ggf. im Anschluss an die Berufsbildung bzw. eine direkte Aufnahme in die Tagesförderstätte finden werden. Diese Menschen sind dann vom Produktionsbereich der Werkstätten ausgeschlossen und erfahren häufig auch keine berufliche Bildung, so dass in den Förderbereichen auch Wert auf arbeitsweltbezogene Bildung gelegt werden muss, also innerhalb vorhandener Angebote die Erweiterung der Handlungskompetenzen zu erreichen.

Die Wirkung und Wirksamkeit kann gemessen werden: Seit Jahren versuchen die Träger der Eingliederungshilfe, ein realistisches Ergebnis im Sinne einer Kund*innenzufriedenheitsabfrage zu erhalten und dieses in Kennzahlen umzusetzen. Die „Wirkung“ und die „Wirksamkeit“ werden Bestandteil der Leistungsvereinbarungen werden und so zu einer unternehmensweiten Einführung von NUEVA führen müssen.

Unternehmensführung

Einführung eines Compliance Kodex: Der Compliance-Kodex ist eine der Grundlagen, um das notwendige Vertrauen für unsere Aufgabenwahrnehmung und unsere Dienstleistungsangebote gegenüber Leistungsträgern, Leistungsberechtigten, Unternehmen, Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit zu erhalten.

Digitalisierung

Die notwendige weitere Digitalisierung macht auch vor den Mürwikern nicht halt. Während in den vergangenen Jahren nicht unerhebliche Anstrengungen in finanzieller Hinsicht für den Aufbau und die Erweiterung der digitalen Unterstützung verwendet wurden, wurde zunehmend deutlicher, dass auch dieser Bereich einer Fach- und Führungspersönlichkeit, d.h. mit entsprechender fachlicher Ausbildung bedurfte, um den fortschreitenden Einsatz der IT und deren Diversifizierung durchführen zu können. Ziel dabei ist die Wahrnehmung von Chancen des IT-Einsatzes unter gleichzeitigem Abbau von Risiken. Gleichzeitig erfolgt der Aufbau eines Informationssicherheitssystems (ISMS) nach BSI-Standard.

Es existiert ein IT-Konzept für die Einführung von  Windows 10 und Office 365.

Rahmenbedingungen für Angestellte

Es sind Regelungen in folgenden Bereichen vorhanden:

  • 1. Arbeitszeitmodelle
  • 2. Vergütungsmodelle
  • 3. Zusatzleistungen/Boni
  • 4. Fortbildungsmöglichkeiten
  • 5. Aufstiegschancen
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