Geld sparen

Geld sparen bei der Vergabe von Aufträgen an Werkstätten für behinderte Menschen nach § 140 SGB IX (ab 01.01.2018 § 223 SGB IX).

Firmen, die mehr als 20 Arbeitnehmer*innen beschäftigen, müssen eine Ausgleichsabgabe für den Fall bezahlen, dass sie keine anerkannten Schwerbehinderten in ihrem Betrieb beschäftigen. Die Beschäftigungsquote für diese Betriebe beträgt 5 %, d. h. jede*r 20. Mitarbeiter*in soll ein anerkannte*r Schwerbehinderte*r sein. Die zu entrichtende Ausgleichsabgabe beträgt für jeden nicht besetzten Pflichtplatz je nach Stufe bis zu 3.480 Euro pro Jahr.

Neben der Beschäftigung von anerkannten Schwerbehinderten kannst Du Dich von der Zahlung dieser Ausgleichsabgabe dadurch befreien, dass Du Aufträge an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen vergibst. In diesem Fall kannst Du 50 % des Rechnungsbetrages, der auf die Arbeitsleistung der Menschen mit Behinderung entfällt, auf Deine Ausgleichsabgabe anrechnen.

Hierzu ein Beispiel:

Du vergibst an eine anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen einen Auftrag mit einem Rechnungsbetrag über € 2.000,-. Der Lohnkostenanteil dieses Auftrages beträgt 1.500 Euro. Von diesen 1.500 Euro kannst Du 50 % auf die Ausgleichsabgabe anrechnen lassen, sodass Du 750 Euro einsparen kannst.